Der Schütze und sein Charakter

 

Legt sich der Herbst erst mal zur Ruh, geht`s endlich auf den Winter zu.

Es kommt die Sternenzeit heran, von Schützefrau und Schützemann.

Als Schirmherr über dieses Bild, hält Jupiter sein schützend Schild.

Dies macht - ob Heide oder Christ -, den Schützen-Mensch zum Optimist.

Der Schütze mag den schnellen Schuss, das schafft bisweilen viel Verdruss,

denn wird der Typus erst beredt, manch Wort verbal daneben geht.

Doch sollt` man das so eng nicht sehn, ein Schütze wird bald in sich gehen. 

Schlägt sich als Sünder an die Brust, macht wieder gut den Schadensfrust.

Ein Rückschlag wirft den Schütz` nicht um, auch nimmt auf Dauer er nichts krumm.

Doch gibt es Schützen, wenig klug, die sich nicht selber sind genug,

statt auf dem Teppich klug zu bleiben, sieht man sie Großmannssucht betreiben.

Bei allem Ehrgeiz - schön und fein - , abhängig will ein Schütz` kaum sein.

Er gibt der grossen Freiheit Traum, in seinem Herzen weiten Raum.

 

Der Schütze und die Liebe

 

Ein jede weiß, der Schütze-Mann, kommt bei den Damen sehr gut an.

Geheimnisvoll wirkt meist sein Charm(e), und treibt das Weib ihm in den Arm.

Sein Trachten gilt - als Casanova -, sie zu entblättern auf dem Sofa.

Gern macht er`s nur zum Zeitvertreib, und löst dabei das Rätsel "Weib"

Weil er umschwärmt wird allzumal, steht meist er vor der "Qual der Wahl".

Geht es gar um ernste Bindung, fällt ihm schwer die Partnerfindung.

Hat so ein Frauchen endlich dann, geangelt sich den Schütze-Mann,

braucht sie in dieser Allianz, auch hin und wieder Toleranz.

Denn ist das Band auch eng geknüpft, er gern mal aus den Fesseln schlüpft.

Doch kommt der Schütz` zu aller Glück, voll Reue bald zu ihr zurück.

Die Partnersuche - ganz genau -, ist schwierig für die Schütze-Frau.

Denn den Mann ohn` Fehl` und Tadel, möglichst reich und auch von Adel,

der ihre Träume oft durchweht, nicht gleich an jeder Ecke steht.

So braucht es manchmal Jahr um Jahr, bis sie erscheint vorm Traualtar.

Wer einmal stand in ihrer Gunst, rühmt lauthals ihre Liebeskunst.

Dem Herzbuben, ihrem Held, sie liebend gern die Treue hält.